Die goldenen Regeln der Produktionsplanung

In der heutigen schnelllebigen Zeit müssen Produktion und Logistik immer flexibler werden. Das Ziel ist eine hohe Lieferfähigkeit von Produkten und Dienstleistungen. Perfekt und individuell geplante Produktionsabläufe tragen zur Wirtschaftlichkeit von Unternehmen in verschiedenen Bereichen bei. Indem Sie und Ihr Unternehmen komplexe Produktionsabläufe sorgfältig planen, können Fehlbestände vermieden und Umsätze maximiert werden.

Die goldenen Regeln der Produktionsplanung

Zu einer idealen Produktionsplanung gehören:

  • Produktionsabläufe optimal planen
  • Mengen für die Materialwirtschaft effizient planen
  • Termine zeitlich planen
  • Kapazitäten kostenoptimiert planen
  • Aufträge priorisiert freigeben
  • Aufträge risikobasiert überwachen

Um eine langjährige Routine im Produktionsbereich aufzubrechen und optimierte Lose für Produkte einführen zu können, braucht es vor allem eins: Regeln!

Unser Leitsatz bei 5CUBE zur Optimierung der Produktionsplanung und Produktionssteuerung ist es daher, mittels wenigen Grundsätzen eine maximale Wertschöpfung bei möglichst geringem Aufwand zu erzielen. Mit den folgenden Regeln können Sie Ihre Produktionsplanung optimieren und dieses Ziel erreichen:

Regel 1 bei der Produktionsplanung: Planungsqualität auswerten

Die Ziele der Produktionsplanung sind vielfältig: es geht nicht nur darum, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und Lieferverspätungen zu vermeiden. Sondern: Gleichzeitig soll der Produktionsplan dafür sorgen, dass eine kostenoptimale Fertigung unter der Berücksichtigung der Beschaffungs- und Logistikkosten sichergestellt ist. Anlagen und Schichten müssen ausgelastet, Produktionseffizienzen hoch und Bestände niedrig sein.

Ziele einer optimalen Produktion:

  • Auslastung von Anlagen und Schichten
  • Effiziente Produktion
  • Niedrige Bestände

Damit diese Ziele erreicht werden und somit auch eine hohe Qualität der Produktionsplanung, müssen sie regelmäßig gemessen und ausgewertet werden. Für eine umfassende Auswertung der Planungsqualität braucht es mehrere Leistungsindikatoren, um eine eindimensionale Steuerung der Planung zu vermeiden.

6 Beispiele für Leistungsindikatoren in der Produktion:

  • Auslieferquote bzw. vollständige und rechtzeitige Lieferung (OTIF)
  • Durchschnittliche Verspätung der verspäteten Aufträge
  • Bestandsniveau
  • Anlageneffizienz (z.B. gemessen als Overall Equipment Effectiveness, kurz: OEE)
  • Anzahl der Änderungen des Produktionsplans je Termin und Produkt (Plan-Nervosität)
  • Durchschnittliche Vorlaufzeit von Produktionsaufträgen / Anzahl Eilaufträge

Die regelmäßige Erhebung der KPIs und deren Kommunikation an die Produktionsplaner ermöglichen es dann, ausgewogene Produktionspläne unter Berücksichtigung des Zielsystems zu erstellen.

Wie ERP-Software bei der Planungsqualität unterstützt:

Eine geeignete ERP-Software wie MONITOR G5 kann dabei auf unterschiedliche Weisen unterstützen: So kann in MONITOR G5 ERP die Termintreue ausgewertet werden oder wie hoch beispielsweise Lieferperformance und Servicegrad für jedes Teil sind. Auch die zukünftige Liefertreue kann das MONITOR G5 ERP anhand der ursprünglich geplanten Termine und der sich in der Produktion vorhandenen Terminverschiebungen ermitteln. Somit können Unternehmen ihre Planungsqualität nachhaltig verbessern.

Regel 2 bei der Produktionsplanung: Plan-Nervosität reduzieren

Eine hohe Plan-Nervosität, das heißt zahlreiche und kurzfristige Änderungen der Produktionsplanung, ist einer der Hauptfaktoren für unruhige Produktionsprozesse und somit für erhöhte Produktionskosten. Die Gründe der Änderung von Produktionsplänen können dabei aus allen Bereichen kommen, wie z.B. fehlende Materialverfügbarkeit im Einkauf, aktualisierter Bedarf oder Menge, Anlagenstillstände in der Produktion oder Fehlmengen im Lager. Hinzu kommen Kundenaufträge, die vom Vertrieb kurzfristig angenommen wurden. Für diese Aufträge müssen dann die Produktionsprozesse umgestellt und Materialien beschafft werden. Dieses schnelle Hin- und Herplanen wird mit „Plan-Nervosität“ beschrieben. Sie zu senken, bedeutet direkt auch Kosten und Komplexität zu senken.

Wie ERP-Software die Plan-Nervosität senkt!

Durch intelligente ERP-Systeme kann die Plan-Nervosität reduziert werden. Folgende Optimierungen sind beispielsweise mit MONITOR G5 ERP in den Bereichen Produktion und Einkauf möglich:

Die goldenen Regeln der Produktionsplanung

Optimierung der Produktion:

  • Gerade in der Produktion kommt es häufig zu ineffizienten Prozessen. Vor allem bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten an Maschinen und Geräten geht dabei viel Produktivität verloren. Eine zyklische Wartung nach Zeit und oder Verschleißgrad kann dem vorbeugen. Im ERP-System können daher alle Maschinen einfach und flexibel im Blick behalten und Wartungsarbeiten koordinieren.
  • Ein weiterer Vorteil eines spezifischen ERP-Systems für die Produktion ist eine präzisere Taktung in der Planung. Durch regelmäßiges Durchführen der Nachkalkulation und Übernahme der Ist-Zeiten in die Vorkalkulation ist dies schnell möglich und spart Ressourcen.

Optimierung im Einkauf:

  • Auch im Einkauf können Sie ineffizienten Planungsprozessen verschiedener Art vorbeugen. Ein ERP-System wie MONITOR G5 ERP dient dabei bei der Unterstützung der Terminkontrolle oder verwaltet automatisch die Bereiche AB-Mahnung(*) sowie Liefermahnung.
  • MONITOR G5 ERP bietet zudem die Möglichkeit, optimierte Bedarfsplanungsverfahren im Einkauf zu erstellen und garantiert somit eine genauere und bessere Produktionsplanung.

(*)Was ist eine AB-Mahnung?

Eine AB-Mahnung ist eine lieferseitige Auftragsbestätigungs-Mahnung. Diese wird vom Einkauf ausgesprochen, wenn eine Bestellung platziert wurde, diese jedoch nicht bestätigt wurde.

Regel 3 bei der Produktionsplanung: Planungshistorie hinterfragen

Viele Planungsverfahren basieren auf Werten, die in der Vergangenheit einmal festgelegt wurden. Teilweise werden sogar seit Jahrzehnten die gleichen Werte ungeprüft verwendet. In sich dynamisch ändernden Produktionsumgebungen unterliegen diese Parameter oft jedoch signifikanten Änderungen. So beeinflussen beispielsweise sinkende Kapitalkosten die Losgrößen, da sich die Kapitalkosten der Bestände verringern und höhere Losgrößen profitabler werden. Als Konsequenz heißt dies, dass Sie in regelmäßigen Abständen, spätestens im Jahresrhythmus, die wesentlichen Planungsparameter validiert und überprüfen sollten.

4 Beispiele für veraltete Werte in der Produktionsplanung

  • Losgrößen
  • Rüstzeiten
  • Auflegungsreihenfolgen
  • Zielreichweiten

Wie ERP-Software die Planungshistorie überprüft!

Mithilfe eines ERP-Systems lässt sich die Planungshistorie nachvollziehen und bewerten. So ist mit MONITOR G5 ERP eine präzisere Taktung in der Planung und im Ablauf durch regelmäßiges Durchführen der Nachkalkulation und Übernahme der Ist-Zeiten in die Vorkalkulation möglich. Optimierte Bedarfsplanungsverfahren im Einkauf verbessern zudem die Planung weiter.

Regel 4 bei der Produktionsplanung: kollaborativ arbeiten

Eine funktionierende Produktionsplanung basiert auf effektiver Kommunikation und Kollaboration. In vielen Unternehmen steuert nur ein kleiner Kreis an Personen die Produktionsplanung, welche oft nicht vertreten werden können. Diese Personen verfügen dabei über ein hohes Maß an Erfahrungswissen, welches oft nicht in den Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen abgebildet ist. Für die Unternehmen ist es entscheidend, diese Abhängigkeit von einzelnen Produktionsplanenden deutlich zu reduzieren, um einerseits für den Ausfall dieser Person gerüstet zu sein und andererseits, um eine optimale Produktionsplanung und -steuerung sicherzustellen.

Beispiel: Diese Informationen benötigt der Vertrieb aus der Produktionsplanung

So benötigt beispielsweise das Vertriebs-Team im Unternehmen verlässliche Liefertermine bei der Auftragseingabe. Folgende Funktionen sind dafür die Voraussetzung:

  • Grob- und Feinplanung / Durchführung der Feinplanung lediglich für Bottlenecks
  • Zeitnahe Erfassung der BDE Daten in der Produktion, um den jeweiligen Auftragsfortschritt ersehen zu können
  • Ordentlich gepflegte Stammdaten im Produktionsprogramm (ERP / PPS)

Wie ERP-Software die Zusammenarbeit fördert!

In einem gemeinsamen ERP-System wie MONITOR G5 ERP werden alle relevanten Informationen abgebildet und gesammelt, sodass das gesamte Unternehmen Zugriff darauf hat. So entsteht kein Inselwissen und selbst wenn Mitarbeitende einmal krankheitsbedingt ausfällt oder auch das Unternehmen verlässt, geht kein Wissen verloren und neue Kollegen bzw. Kolleginnen werden schnell abholt und auf den neusten Stand gebracht.

Regel 5 bei der Produktionsplanung: Mitarbeiter ausbilden

Die strategische Produktionsplanung erfüllt eine der zentralen Aufgaben im Unternehmensablauf. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden bestmöglich geschult und ausgebildet sind, insbesondere was die Nutzung von ERP-Software betrifft. Gerade wenn Unternehmen wachsen und neue Systeme eingeführt werden, kann es sonst zu Schatten-IT kommen: Fühlt sich das Team zu schlecht vorbereitet, laufen die vorgesehenen Kollaborationstools instabil oder brauchen gefühlte Ewigkeiten, um hochzufahren, liegen Umwege leider oft nahe. Dann kommen Systeme und Anwendungen zum Einsatz, die ohne die ausdrückliche Freigabe der IT-Abteilung installiert werden und erzeugen eine ungewollte Schatten-IT.

Sicherheitslücken durch Schulungen schließen

Da Schatten-IT nicht von der zentralen IT genehmigt wurde, weiß diese oft nicht von der eingesetzten Software. Dies stellt ein Datenschutz-Problem dar, weil es die Wahrscheinlichkeit eines inoffiziellen Datenflusses erhöht und die Einhaltung geltender Datenkonformitätsbestimmungen massiv erschwert. Unternehmen sollten ihre Mitarbeitenden also regelmäßig schulen, damit zum einen die ERP-Software auch alle möglichen Potenziale ausschöpfen kann, zum anderen aber auch mögliche Sicherheitslücken ausgeschlossen werden.

Wie ERP-Anbieter bei der Schulung helfen können!

Mittlerweile bieten Software-Hersteller und -Anbieter auch Lösungen an, damit Mitarbeitende via Remote den Umgang mit der Software trainieren können. Produktionsunternehmen, die ihre Prozesse mit MONITOR G5 ERP steuern, können mit der Lernplattform Monitor Academy kostenlos die Basics des ERP-Systems lernen und wiederholen. Das spart Kosten und Ressourcen, da Mitarbeitende sich die Zeit individuell einplanen können.

Fazit: Regeln verbessern die Produktionsplanung langfristig

Eine effektive Produktionsplanung ist für Unternehmen ein großer Wettbewerbsvorteil, da relevante Faktoren auf das Unternehmensergebnis wie Lieferfähigkeit, Kosten und Bestände signifikant beeinflusst werden. Mit leicht zu implementierenden Maßnahmen ist es dabei möglich, die Qualität der Produktionsplanung und den Ablauf deutlich zu verbessern.

André Ehrhard, Geschäftsführer und ERP-Berater bei 5CUBE.digital GmbH:

„Wir empfehlen für die Optimierung der Produktion ein ERP-System zu nutzen, welches individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Unternehmen angepasst ist. Seit 40 Jahren legt der ERP-Hersteller Monitor dabei seinen Fokus auf die produzierende Industrie. MONITOR G5 ERP ist in einem Produktionsbetrieb entwickelt worden, somit aus der Produktion für die Produktion.“

André Ehrhard, Geschäftsführer und ERP-Berater bei 5CUBE.digital GmbH

Wollen auch Sie Ihre Produktionsplanung verbessern? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!